Nach etwa 45 Minuten Überfahrt erreichten wir die Insel Margarita (El Tirano). Dort wurde unser Gepäck auf ein Fahrzeug geladen und auf dem Landwege zu einem anderen Hafen gebracht. Am späten Abend machten wir uns auf den Rückweg über Puerto La Cruz nach Caracas.
   

Einer unserer Generatoren wird an Land gebracht.

In Badeort El Tirano verbrachten wir noch ein paar Stunden, bevor wir uns dann auf den Rückweg machten.

Zusammenfassung:

Auf Grund der schwierigen Topografie war es uns unmöglich, die gewünschte Anzahl von Verbindungen zu erreichen. Der Aufwand war eigentlich zu groß, wenn man das Erreichte betrachtet. Die Signale aus Europa, Afrika und Asien waren SEHR LEISE, wenn man von einigen kurzzeitigen Bandöffnungen absieht. Die besten Signale hörten wir aus dem Pazifik-Raum und der Westküste von USA und Canada.

Ich war der (einzige) CW-operator and hatte noch ein zusätzliches Problem: Mein Keyer wurde manchmal von den anderen Stationen gestört, so daß ich teilweise nicht geben konnte, beziehungsweise meine Zeichen wurden total zerhackt :-(
Sicherlich hat es der Eine oder Andere bemerkt und sich seinen Teil gedacht; deshalb auf diesem Wege die Erklärung :-)

Auf Grund unserer Erfahrungen ist es praktisch auszuschließen, daß es in der Zukunft weitere IOTA-Aktivitäten von Los Frailes aus geben wird. Wer uns also erreicht hat, der hat "Glück" gehabt.
Es sei denn uns hilft jemand beim Transport der Geräte auf den Berg......

Hier noch am Rande eine haarsträubende Begebenheit:

In der vorletzten Nacht wurden wir durch einen lauten Schrei aufgeschreckt:
Victor (YV5IQJ) war aufgewacht und sah eine seltsame Gestalt. Eine unbekannte (männliche) Person bewegte sich unnatürlich (fast schwebend) und verschwand dann aber sofort lautlos nach seinem Gebrüll.
Wir als Unbeteiligte taten natürlich das Ganze erst als Alptraum ab, zumal niemand von den aus dem Schlaf gerissenen etwas gesehen hatte.
Fischern, denen am nächsten Morgen der Vorfall erwähnt wurde, zeigten sich aber keinesfalls überrascht. Sie beschrieben das ihnen schon bekannte "Gespenst" (espanto) genauso, wie es der Freund uns vorher in der Nacht geschildert hatte.
Die Fischer erzählten uns, daß in besagter Unterkunft vor einigen Jahren jemand gewaltsam ins Jenseits befördert wurde, und seitdem erscheint die seltsame Gestalt in unregelmäßigen Abständen.

Die Leiche des seinerzeit Ermordeten wurde allerdings auf einer anderen Insel gefunden, aber die Polizei stellte die Hütte zweifelsfrei als Tatort fest.

Eine seltsame Angelegenheit, zumal ich Victor schon viele Jahre kenne. Er hat Hochschulabschluß und ist eine durchaus seriöse Person.  Wir haben schon einige gemeinsame Expeditionen unternommen und bisher ist nie etwas "ungewöhnliches" vorgefallen
.

Soll sich jeder denken, was er will :-)

QSL-Karte

CUL von der nächsten Insel !

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