Am Sonntag gegen 14:00 UTC haben wir den Funkbetrieb eingestellt, bauten alles ab und bereiteten uns auf den Rückweg.

Natürlich waren wir alle sehr zufrieden, da fast alles wie geplant verlaufen war. Wir hatten kein Unwetter und auch die Ausbreitungsbedingungen waren sehr gut. Man sah zwar öfter schlechtes Wetter in allen Himmelsrichtungen am Horizont, aber wir blieben verschont.

Nachdem alles verstaut war, riefen wir wieder beim Stützpunkt in Caracas an und bestellten den Hubschrauber, der dann auch eine halbe Stunde später eintraf.

Victor mit Fahne
Zum Schluss gab es dann DOCH noch ein Problem:
Hubschrauber

Der Transportsack (1000 kg Kapazität) hatte sich wohl in der Hitze etwas verformt und er war nicht mehr durch die Hubschraubertür zu bringen.

Hubschrauber

Eduardo (YV5MHX) links, versuchte mindestens 5 Minuten lang, den Transportbeutel vom Ski aus in den Flieger zu heben, bis es dann klappte.

(falls von Interesse, kann man durch Anklicken die obigen Bilder im Großformat sehen)

Wie man sich vorstellen kann, waren unsere Nerven sehr angespannt, denn ein Hubschrauber kann nicht lange "stehen". Außerdem ist der Spritverbrauch dann sehr hoch. Der Flieger musste ja schließlich auch noch wieder zurück zum Festland.
Der 2. Container und die restlichen Pakete waren glücklicherweise leicht zu verstauen und der Hubschrauber konnte seinen Rückflug antreten. 

Die Crew brachte dann das "Handgepäck" u. a. mit Tausenden von Kontakten im Log den Berg hinunter, und der Moment des Abschieds war gekommen.

Abstieg
Die YW5FC-Crew beim Abstieg, nachdem der Hubschrauber auf dem Wege nach Caracas ist.
YV5OHW, YV5IQJ, YV5EED and YV5OBU

Das Boot wartete schon auf uns in der Nähe des Felsens. Unsere Kameras usw. wurden in wasserdichte Transportbeutel verpackt und dann schwimmend zum Boot gebracht. Das übernahm der Bootsbesitzer, der sicherlich der beste Schwimmer war (mit "Kampfausrüstung"). Andere Sachen sollten in einem kleinen Schlauchboot transportiert werden, das aber leider absoff, als es mit einer scharfen Kante des Felsens Bekanntschaft machte. Aber unserem guten Schwimmer gelang es, auf dem Rücken schwimmend und mit erhobenen Armen, alles trocken an Bord zu bringen.
Schließlich sprangen wir aus ziemlicher Höhe ins Wasser und schwammen zum Boot.

Unser besonderer Dank gilt der venezolanischen Nationalgarde (Guardia Nacional) und ganz speziell den Piloten. Ohne deren Einsatz wäre die Expedition YW5FC nach Farallón Centinela nicht möglich gewesen.

Rechts vom Leuchtfeuer erkennt man einen Teil unserer Crew, die den sich nähernden Hubschrauber beobachtet.

Farallón Centinela, YW5FC

Crew:

Logistik: Operators:
YV5MHX, YV5NCZ YV5EED, YV5IQJ, YV5OBU, YV5OHW, DL2GG/YV5
Piloten: Luis Maneiro, Ervin Oliveiros V.

Diese Karte wurde DIREKT verschickt.

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QSL via W4SO     
Die QSL-Karten dieser Expedition werden für das Diplom Lighthouse Award (LH-0012) anerkannt.
Hier ein link zur Expedition YW5F im November 2009.

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